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Die
Wilhelm Tellsgeschichte
Durch die Erschliessung des Gotthardpasses zu
Beginn des 13. Jahrhunderts wurde das Gebiet der heutigen Zentral-schweiz
politisch höchst bedeutungsvoll. Im Jahre 1231 erhielt Uri einen
kaiserlichen Freiheitsbrief und unterstand damit unmittelbar dem
Kaiser. Die Herzöge von Habsburg und auch der Kaiser wollten jedoch
ihren Einfluss in Uri verstärken.
Gegen
Ende des Jahrhunderts sassen Habsburger auf dem Kaiserthron. Habsburger
kamen als kaiserliche Vögte ins Land und versuchten, die Waldstätte
ganz ihrer Hausmacht einzuverleiben. Die Landsleute von Uri, Schwyz
und Unterwalden sahen dieser Entwicklung indessen nicht tatenlos
zu. Der eidgenössische Bund von 1291 war gegen Habsburg gerichtet.
Der
habsburgische Landvogt Hermann Gessler wollte die Gesinnung der
Landleute von Uri prüfen. Er liess zu diesem Zweck auf dem Hauptplatz
in Altdorf einen habsburgischen Hut auf einer Stange anbringen
und befahl, jedermann, der am Hut vorbeigehe, müsse als Zeichen
der Ehrfurcht den Hut mit entblösstem Haupt grüssen.
Wilhelm
Tell und sein Sohn Walter aus Bürglen gingen achtlos am Hut vorbei.
Tell wurde festgenommen und vor den Landvogt gebracht. Auf die
Frage Gesslers, warum er den Grussbefehl missachtet habe, antwortete
Tell ausweichend. Gessler war über diese Antwort erbost und befahl
Tell, der als guter Armbrustschütze bekannt war, dem eigenen Sohn
Walter einen Apfel vom Kopfe zu schiessen.
Tell erschrak, bot sein eigenes Leben an, um
nicht jenes seines Sohnes zu gefährden. Umsonst flehte er Gessler
an, diese unmenschliche Strafe zu mildern. Der Vogt entschied sogar,
dass Vater und Sohn sterben müssten, falls Tell den Schuss verweigere
oder nicht beim ersten Versuch den Apfel treffe. Tell hatte in der
.
Tat keine Wahl. Er zielte - und der Pfeil traf
den Apfel mittendurch. Das herbeigeströmte Volk hielt mit seiner
Sympathie nicht zurück und zeigte ungestüme Freude über Tells Meisterschuss.
Gessler
war jedoch nicht entgangen, dass Tell zwei Pfeile in seinen Köcher
gesteckt hatte und wollte wissen wozu. Tell antwortete, das sei
so Brauch bei den Schützen. Gessler liess diese Ausrede nicht gelten
und wollte den wahren Grund erfahren. Er sicherte Tell zu, dessen
Leben zu schonen, wenn dieser ihm die Wahrheit sage. Nun erklärte
Tell aufgebracht, dass er ihn, Gessler, sicher mit dem zweiten Pfeil
getroffen hätte, falls der Schuss auf den Apfel missglückt wäre.
Auf diese kühne Antwort hin
liess der Vogt Tell neuerlich ergreifen, um ihn für den Rest seines
Lebens auf der Burg bei Küssnacht einzukerkern. Gessler und sein
Gefolge begaben sich mit dem gefesselten Tell in Flüelen aufs Schiff.
Kaum unterwegs, setzte ein gewaltiger Föhnsturm ein, der das Boot
zu kentern drohte. Die Schiffsleute erkannten die lebensbedrohende
Lage. Sie vermochten Gessler zu überzeugen, dass nur Tell - der
als erfahrener Schiffsmann ebenso berühmt war wie als Armbrustschütze
- sie aus der Seenot retten könne. Tell wurde losgebunden, übernahm
das Steuer des Bootes und hatte nur ein Ziel im Auge, die ihm wohlbekannte
Felsplatte am Axen zu erreichen. Als er nahe genug war, ergriff
er seine Armbrust, sprang auf den Felsblock und stiess das Boot
mit aller Kraft ins windgepeitschte Wasser zurück. Tell eilte sodann auf kürzestem
Wege über Berg und Tal zur Hohlen Gasse bei Küssnacht,
wo er auf den Landvogt wartete. Gessler, der dem stürmischen See
doch noch entkommen war, kam mit seinem Gefolge herangeritten. Mit
dem zweiten Pfeil, den er bereits in Altdorf in seinen Köcher gesteckt
hatte, erschoss Tell den tyrannischen Landvogt. Tells Taten wurden
schnell im ganzen Land bekannt und stärkten die Bewegung für Freiheit
und Unabhängigkeit in der Urschweiz.
Text der Tonbildschau
EINLEITUNG
Wilhelm Tell: Wer kennt ihn nicht, unsern Nationalhelden?
Als Symbol für Freiheit ist er auf der ganzen Welt bekannt. Wer
ist nicht ergriffen, wenn er Tells Taten miterlebt?
I. GESCHICHTE UND LEGENDE
1. Das Land Tells
Hier in Bürglen, im Lande Uri, hat nach der Überlieferung Wilhelm
Tell gelebt, als Bauer und Jäger. In einem schönen, aber rauhen
Land, wo die ungezähmte Natur den Lebensrhythmus der Menschen bestimmte.
Kaum ein Fremder wagte sich hierher, denn Uri war noch ein abgelegenes
Tal, vom Norden her nur über den See oder schmale Gebirgspfade erreichbar.
Südwärts endete die Welt der Urner an den schroffen Felswänden der
Schöllenenschlucht.
Doch zu Beginn des 13. Jahrhunderts gelingt es, Weg und Steg durch
die Schöllenen zu bauen. Damit wird die Gotthardroute zur kürzesten,
attraktivsten Nord-Süd-Verbindung.

2. Die Leute
Die Urner waren seit jeher Bauern. Sie bewirtschafteten den engen
Talboden und die Terassen und Abhänge der Berge. Gerste, Roggen
und etwas Wein waren der karge Lohn ihrer mühsamen Arbeit. Doch
was sie den Äckern abtrotzten, genügte kaum zum Leben. So wandten
sie sich immer mehr der Viehzucht zu. Durch den Viehhandel in den
Städten des Mittellandes und der reichen Lombardei gelangte das
Hirtenvolk bald zu Wohlstand und Ansehen.
Im Wald und im Gebirge gab es Wild im Überfluss. Die Jagd war wichtig
im Leben der Bergler. Tell selber war ein angesehener Jäger und
Armbrustschütze.

3. Der Reiseweg
Seit dem 13. Jahrhundert prägt der Gotthardpass unser Tal: Uri
ist zum Durchgangsland geworden. Ungezählte Viehherden, Kolonnen
von Lasttieren überquerten einst den Gotthard. Heute sind es die
Schwerlaster auf der Autobahn und der Huckepackverkehr auf der Schiene.
Händler, Pilger, Studenten und Soldaten zogen einst durch unser
Tal. Heute sind es Heerscharen von Touristen.
Der Reiseverkehr schuf zwar Arbeitsplätze, brachte Verdienst, erweiterte
den Horizont der Bergler. Er führte aber auch zu brutalen Eingriffen
in die ursprüngliche Landschaft. Die Umweltbelastung bedroht unsere
Lebensqualität, heute noch viel mehr als vor Jahrhunderten.

4. Das gesellschaftliche Leben
Das tägliche Leben zur Zeit Tells war eintönig und hart. Volksfeste,
Spiele und Wettkämpfe boten willkommene Abwechslung. Manches hat
sich in unserer vielfältigen, heute noch lebendigen Folklore erhalten.
Die Lebenskraft und die natürliche Angriffslust der Bergler führten
oft zu Zwist und Streit. Ein Anlass war schnell gefunden: Eine umstrittene
Grenze von Weideplätzen, die Ehre eines Mädchens.

5. Die politische Organisation
Die Bergler kannten die durchaus Gesetz und Sitte. Uri war
vor der Erschliessung des Gotthardpasses ein bedeutungsloses Tal.
Von den Feudalherren vernachlässigt, waren die Bewohner während
Jahrhunderten sich selbst überlassen. So entwickelten die Urner
ihre eigene Gesellschaftsordnung. Diese beruhte auf der Notwendigkeit,
wichtige Aufgaben gemeinsam zu lösen: Die Bewirtschaftung der Alpen,
die Nutzung der Gewässer, die Erhaltung des Waldes zum Schutze gegen
Lawinen und die Verteidigung der Interessen des Tales gegen Übergriffe
der Nachbarn.
Alle wichtigen Entscheide wurden an der Landsgemeinde gefasst.
Doch mit der Zeit rissen einige reichere Familien die politische
Führung an sich. Sichtbare Zeichen sind ihre herrschaftlichen Häuser
und die Türme, die sie sich erbauen liessen. Wohl herrschten zur
Zeit Wilhelm Tells in den Waldstätten nicht demokratische Verhältnisse
im heutigen Sinne, doch beruhte die Gesellschaftsordnung auf der
Zustimmung aller freier Talbewohner.

II. WILHELM
TELL IM GESCHICHTLICHEN ZUSAMMENHANG
1. Europa um 1291
Hier, im Herzen Europas, vollbringt Wilhelm Tell seine Taten. Hier
wird im August 1291 der eidgenössische Bund geschlossen, der Grundstein
der Schweizerischen Eidgenossenschaft gelegt.
Die Kultur Europas durchlebt eine stürmische Entwicklung. Die himmelstrebenden
gotischen Dome werden erbaut. In Italien künden die Fresken von
Giotto schon die Renaissance an. Dante verfasst die ,,Göttliche
Kommödie". Franz von Assisi und Thomas von Aquin erneuern den
christlichen Geist. Marco Polo reist bis nach China. Frankreich
wird unter Philipp dem Schönen zum modernen Gross-Staat. Das deutsch-römische
Reich, zu dem unsere Täler gehören, ist in zwei Lager gespalten:
Das eine hält zum Papst, das andere zum Kaiser. Die Lage ist überall
gespannt, auch wenn Europa noch nicht von den später hereinbrechenden
Katastrophen erschüttert ist: Hunger, Pest und Krieg.

2. Die Habsburger und die Waldstätte
Die Grafen von Habsburg machen sich die verworrene Lage zu Nutzen.
Durch Erbe, Heirat und Gewalt haben sie ihre Hausmacht stark erweitert,
ihr Territorium vergrössert. Die Habsburger erstreben nun die Kontrolle
über den wirtschaftlich und strategisch wichtigen Gotthardpass und
seine Zugangstäler. Wo immer möglich erwerben sie Rechte und Landbesitz
in der Region. Überall stellen Sie Beamte, Richter und Steuereintreiber,
"Vögte". So unterwandern sie die Machtstrukturen in unsern
Tälern.
1273 wird Rudolf von Habsburg zum König gewählt. Er missbraucht
die königliche Macht, um das Herzogtum Österreich seinen Stammlanden
einzuverleiben.
Das Urserntal ist bereits seit längerer Zeit unter seiner Kontrolle.
Im April 1291 erwirbt er käuflich die Stadt Luzern. Die Waldstätte
sind eingekreist.
Doch im Juli 1291 stirbt König Rudolf. Die unsichere politische
Lage nach seinem Tod ist Anlass zum Bund der Waldstätte vom Anfang
August 1291.

3. Das Zeichen Tells
Vor diesem Hintergrund muss das Eingreifen Tells verstanden werden.
Was tut er ?
Er gibt seinem Volk ein Zeichen. Das Zeichen der Weigerung, sich
der von den Habsburgern angestrebten Herrschaft zu beugen. Es ist
der Aufruf, die Freiheit, die Unabhängigkeit zu bewahren. Das Bergvolk
will die Verhältnisse nicht ändern, will Herr seiner Angelegenheiten
bleiben, frei im Handel und frei auf seiner wichtigen Verkehrsstrasse.
Tells Weigerung, den Hut des Vogtes zu grüssen, der als anmassendes
Zeichen fremder Macht auf dem Platz in Altdorf aufgestellt ist,
drückt deutlich die Meinung all seiner Landleute aus. Gessler, der
Landvogt, lässt Tell verhaften. Zur Strafe befiehlt er ihm, einen
Apfel vom Kopfe seines Sohnes zu schiessen. Tell vollbringt die
Tat, gesteht aber, dass er nicht gezögert hätte, den zweiten Pfeil
auf den Vogt abzuschiessen, hätte der erste sein Ziel verfehlt.
Zornerfüllt lässt Gessler Tell auf sein Schiff bringen. Er will
ihn ins Verliess seiner Burg nach Küssnacht führen. Ein aufkommender
Sturm gefährdet die Überfahrt. Tell wird von seinen Fesseln befreit,
um das abtreibende Schiff wieder auf Kurs zu bringen. Er steuert
das Ufer an, springt auf eine Felsplatte und flieht. Bei Küssnacht
wartet Tell die Rückkehr des Vogtes ab und tötet ihn.
Soweit die Erzählung, wie sie uns überliefert ist. Sie berichtet
weiter vom Schwur auf dem Rütli. Drei Männer, einer aus Uri, einer
aus Schwyz und einer aus Unterwalden versprechen sich unter Eid,
gemeinsam ihre Freiheit zu bewahren. Sie hätten, so heisst es, den
Aufstand organisiert, den Sturm auf die Burgen der fremden Besetzer
und deren Rückzug aus dem Land erzwungen.
Doch historisch gesichert ist nur der Bundesbrief vom August 1291,
der heute noch in Schwyz aufbewahrt wird. Dieser ist wohl ein Ja
zur Einigkeit und Unabhängigkeit, aber keine Rebellion. Er ist das
Werk freier Menschen, die bewusst und überlegt handelten.

III. TELL IN DER ÜBERLIEFERUNG
1. Hat es Tell wirklich gegeben ?
Hier müssen wir uns die Frage stellen: Hat Tell wirklich gelebt
?
Denn seine Geschichte ist von Geheimnissen und Unsicherheiten umrankt.
Kein Zeitdokument bestätigt mit Sicherheit die Existenz Tells. Wir
wissen aber ganz allgemein äussert wenig über die geschichtlichen
Ereignisse in den Waldstätten aus der Zeit um 1291.
Alles weist jedoch darauf hin, dass sich tatsächlich etwas Einzigartiges
ereignet hat, dass jemand ein Zeichen gesetzt hat zum Widerstand
gegen fremde Einmischung. Ein Ereignis, das sich tief in der Erinnerung
des Volkes festgesetzt hat.
Die Person ,,Wilhelm Tell" kann unmöglich nur in der reinen
Fantasie seiner Mitbürger oder ihrer Nachkommen enstanden sein.

2. Die mündliche Überlieferung
Die Geschichte Tells wird fortan von Mund zu Mund, von Generation
zu Generation weitergegeben. Sie wird von den Erzählern ausgeschmückt,
um dramatische Zwischenfälle bereichert. Die bekannteste Episode,
der Apfelschuss, könnte in Anlehnung an die skandinavische Sage
des Kriegers Toko entstanden sein. So steigerte sich die historische
Erzählung allmählich zu einer Heldenlegende.

3. Wie kam es zum Mythos ?
Die früheste Fassung der Tellsgeschichte ist uns in Form einer
Volksballade überliefert, wie sie von Bänkelsängern im 15. Jahrhundert
vorgetragen wurde. Etwa zur selben Zeit verfasst ein Beamter in
Sarnen ein Urkundenbuch für seine Regierung. Er fügt eine Erzählung
über die Gründung der Eidgenossenschaft an, wie er sie wohl im Volke
gehört haben mag. Sein ,Weisses Buch von Sarnen" enthält die
erste vollständige Tellsgeschichte.
Seither taucht Wilhelm Tell bald hier, bald
dort auf, ist Mittelpunkt in Chroniken, Heldengalerien
und Schauspielen. Diese Tellspiele haben eine lange, erfolgreiche Theatertradition: Mit Schiller, der 1804 sein
Meisterwerk uraufführen lässt, und mit
der Oper von Rossini, 1829 in Paris komponiert, erreicht sie ihren
vorläufigen Höhepunkt.
Inzwischen ist Tell mehr als eine blosse Heldengestalt. Tell verkörpert
einen grossartigen Mythos: Den einigenden und staatsgründenden Mythos
einer Nation, den Mythos der Freiheit und des Rechts der Völker
auf Selbstbestimmung.

4. Tell und die Politik
Aber der Mythos wird bald angezweifelt: Gibt
er nicht das schlechte und gefährliche Beispiel von Revolte und
Tyrannenmord ? In der Schweiz versucht die städtische Aristokratie
seit dem 16. Jahrhundert, Wilhelm Tell zu verdrängen, ihn vergessen
zu machen. Vergebliche Mühe. Wilhelm Tell hat tausend Leben, ist
immer wieder da. Und er schickt sich an, die Welt zu erobern. Im Zeitalter der Aufklärung und der Revolutionen
feiert Wilhelm Tell Triumphe. In der Schweiz
berufen sich die Patrioten auf Tell. Er nimmt an der amerikanischen Revolution teil. Dann finden wir Tell im Brennpunkt
des revolutionären Frankreich, zum Ehrenbürger
ausgerufen; er wird Jakobiner, Vorbild Robespierres und schliesslich Königsmörder.
Das wird seinen biederen Landsleuten zuviel,
sie verstossen ihn. Es brauchte Napoleon, der bekanntlich sagte:,,
Die Kinder Tells legt man nicht in Fesseln ,, - und Schiller, um
seinen Ruf im eigenen Lande wieder herzustellen.
Den Konservativen ist er seitdem verdächtig geworden. Die Intellektuellen
glauben, den Mythos demontieren zu können und die Legende verstauben
zu lassen. Weit gefehlt. Das Volk steht zu seinem Tell. Denn es
findet in ihm seine Identität, den Verteidiger seiner Einigkeit
und Unabhängigkeit, wenn diese von aussen bedroht ist, wie während
des ersten und zweiten Weltkrieges.

5. Tell heute
Der Streit der Wissenschaft um die Existenz Tells, die ironische
Verachtung durch die Intellektuellen, der Missbrauch seines Namens
im Dienste ausgefallenster Ideen haben es nicht geschafft, Wilhelm
Tell vom Sockel zu stürzen.
Tell ist gegenwärtig bei allen öffentlichen Anlässen der Schweizer,
im Inland ebenso wie im Ausland, von Argentinien bis Japan. Mit
Tell wird in jeder Wahlkampagne, bei jeder Abstimmung argumentiert.
Er ist Werbeträger für alle möglichen und unmöglichen Produkte und
Dienstleistungen. Und seine Armbrust, ist sie nicht Symbol für Schweizer
Qualität, für ,,Made in Switzerland"?
Nicht zu zählen sind die Filme, Femseh-Serien, Trickfilme, einer
phantasievoller als der andere, aber alle von derselben unerschöpflichen
Quelle inspiriert: Von der Geschichte Wilhelm Tells, die im Publikum
immer wieder Anklang findet.

6. Zum Schluss
So ist Wilhelm Tell mitten unter uns, in unserem Leben, in unserem
Bewusstsein. Er ist uns heute ebenso gegenwärtig, wie seinem Volke
vor 700 Jahren. Denn das Zeichen, das sein Mut gesetzt hat, die
Botschaft, die er vermittelt hat, sind heute und auch in Zukunft
gültig. Zeichen und Botschaft für unser kostbarstes und doch so
zerbrechliches Gut: Die Freiheit; die Unabhängigkeit unserer Volksgemeinschaften.
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